Ausbau von Kinderbetreuung erhöht Einkommen von Müttern deutlich

Der Betreuungsausbau für unter 3-Jährige in den letzten rund 20 Jahren führte bei Müttern zu höherem Arbeitseinkommen, mehr Vollzeitarbeit und einer stärkeren Integration in besser bezahlte Beschäftigung. Das zeigt eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Für den Zeitraum seit 2007 seien etwa 56 Prozent des gesamten Rückgangs der Erwerbseinbußen von Müttern auf den Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten zurückzuführen, so das IAB. Mütter sind nach der Geburt demnach häufiger erwerbstätig und erzielen höhere Einkommen.

Langfristig positive Wirkung

Die Zuwächse beim Arbeitseinkommen von Müttern bestehen über die Phase der Kita-Nutzung hinaus. "Die frühkindliche Betreuung beeinflusst auch die weitere Karriereentwicklung von Müttern dauerhaft", stellt IAB-Forscherin Lisa-Marie Duletzki dar. So würden Frauen langfristig häufiger in Vollzeit arbeiten und weniger in geringfügiger Beschäftigung wie Minijobs.

Instrument der Familien- und Arbeitsmarktpolitik

Als Instrument der Familien- und Arbeitsmarktpolitik könne die frühkindliche Betreuung auch langfristig geschlechtsspezifische Ungleichheiten am Arbeitsmarkt reduzieren. Untersucht wurden die Erwerbsverläufe von Frauen, die zwischen 2001 und 2014 ihr erstes Kind bekamen und vor der Geburt erwerbstätig waren. Pro Geburtsjahrgang umfasst die Stichprobe rund 240.000 Mütter.

(IAB / STB Web)